Buchmessenrückblick Teil 2 – Wie super ist das SuperBuch?

Superbuch.jpg.1585801Im Herbst 2015 startete Carlsen die Reihe LeYo! als eine Kombination aus Buch und App und Augmented Reality-Anwendung. Eine erfolgversprechende Idee vor allem von Medienunternehmen, die noch Papier verwenden. Denn Augmented Reality in der vorgestellten Form braucht eine gedruckte Vorlage, um sie zu scannen und mit digitalen Inhalten verbinden zu können.

Dann fiept, spricht, bewegt sich etwas auf dem Second Screen von Handy oder Tablet, was im Buch statisch wirkt. In Mein Atlas zum Beispiel fahren Schiffe auf dem Ozean, hört man in Australien ein Digeridoo und kann sich die Begleittexte vorlesen lassen. Schiere Begeisterung löste dieses Konzept im Buchhandel noch nicht aus, die Technik war nicht immer auf der Höhe, man brauchte eine ruhige Hand (und das Kind ein teures Hilfsgerät) und erklärungsbedürftig ist solcher Elektronikschnickschnack für Buchgeschenkkäufer natürlich auch.

Doch der Technik Augmented Reality wohnt eine ungebrochen hohe Faszination inne. Der nächste, der mit einem AR-Projekt auf Buchhändler und Kinder losstürmt, ist Till Weitendorf an der Spitze des Oetinger-TigerBooks-Imperiums. Das ganze nennt sich SuperBuch, startet im Frühjahr 2016 und hat einen sichtbar anderen Ansatz: Keine neuen Bücher sind Grundlage, sondern erfolgreiche Backlist-Titel aus kooperierenden Verlagen, zum Beispiel Der Regenbogenfisch von Marcus Pfister (NordSüd) und Janosch mit Oh wie schön ist Panama (Beltz & Gelberg) und Pettersson und Findus: Findus zieht um von Sven Nordquist (Oetinger).

Das heißt, hier sind es Bilderbücher, die super werden. Und zwar „Jedes SuperBuch bietet neben atmosphärischen Sounds und professionellen Vorlesern eine Vielzahl pädagogisch wertvoller (Lern-)Spiele, witzige Animationen und tolle, noch nie dagewesene 3D-Effekte.“ Klar, wo sollen die tollen 3D-Effekte in einem Buch auch herkommen. Wobei die meisten Bilderbuchleser bislang noch nicht über fehlende 3D-Animationen in Büchern geklagt hätten.

Doch wie kommt das SuperBuch zum Leser? Natürlich durch den begeisterten Buchhändler. Denn für den ist dieser Super-Effekt vollkommen kostenlos. Sprich: Das normale Buch ohne Aufkleber kostet genausoviel wie das mit. Dafür profitiert er von einem Handelsetat von 200.000 Euro mit 15 Millionen Kontakten über Ströer Infoscreen und Social Media-Kampagnen. Sprich: Der Kundendruck soll den Buchhändler zur Herausgabe der SuperBücher zwingen. Denn er selbst hat ja wenig davon, ob er das Buch mit oder ohne Augmented Reality verkauft.

Und die Verlage? Müssen den technischen Aufwand natürlich trotzdem finanzieren, allerdings nicht auf dem Rücken der Käufer, sondern dem eigenen. Das bedeutet, sie tragen die Kosten für die Augmented Reality-Anwendungen, zusätzlich zum Werbebudget.

Damit sollen im übrigen „komplett neue Käufergruppen“ erreicht werden, sagt der Verkaufsfolder von SuperBuch. Wer auch immer das sein soll, der da ihm völlig unbekannte Läden stürmt, weil es nun endlich Bücher mit 3D-Effekten gibt.

Trotz aller Skepsis, man kann es ja mal versuchen. Auch wenn in diesem Falle der Satz Versuchen kostet nichts nicht stimmt. Zumindest nicht für die beteiligten Verlage.

Buchmessenrückblick Teil 1 – Die Literaturbeilagen

LiterauturbeilagenWo und wann wird über Literatur gesprochen? Auf der Buchmesse in Frankfurt natürlich. Die wichtigsten Titel der Saison? Werden in den Literaturbeilagen der großen Tages- und Wochenzeitungen vorgestellt und besprochen. Ein Fest für die Literatur! Und ein Fest für die Kinder- und Jugendliteratur! Ich freue mich sehr, stelle mir etwas zu Essen und zu Trinken bereit, um mich zwischenzeitlich zu stärken bei der sicher umfangreichen Nachlese aller Rezensionen zu den großartigsten Büchern für junge Leser.

Ja, der SPIEGEL gönnt sich eine nigelnagelneue Literaturbeilage, und neben der Belletristik und dem Sachbuch und den DVDs und Serien und Games kommt das Kinderbuch … nicht mehr. Oh. naja, der SPIEGEL eben.

Dafür aber die ZEIT! Die ja den Luchs des Monats vergibt, samt Jahresluchs. Und 72 Seiten Literatur in einer Beilage füllen darf! Klar, erst Belletristik, politisches Buch, Sachbuch, dann noch der unvermeidliche Martenstein, und jetzt das Kinder- und Jugendb… – fertig, die 72 Seiten sind rum. Ach.

Gut, dann reißen’s die großen Tageszeitungen eben raus. Die SÜDDEUTSCHE! Wenn dort neben der Belletrisitk und dem Sachbuch auch das Hörbuch und das Reisebuch seinen Platz hat, dann ist bestimmt fürs Kinderbuch – nix. Ui.

Die WELT vielleicht? Die an den Rolltreppen der Messehallen verteilte Beilage ist dünn und enthält auch nichts, wie man das Blatt auch wendet.

Also, alles auf die FAZ. Ja, siehe da, zwischen Belletristik und Sachbüchern gibt es zwei volle Seiten. Ein Lichtblick. Und da sie ja fast dazu gehört: In der FRANKFURTER RUNDSCHAU schließt eine Seite Kinder- und Jugendbuchkritik die Beilage ab. Immerhin.

Die LITERATAZ enthält nur neue Bücher und keine Sparten, das sind doch eh nur bürgerliche Kategorien, aber Kinder- und Jugendbücher enthält sie dafür nicht. So ist das also mit basisdemokratischen Strukturen und so weiter und so fort. Enttäuschend.

Und die linke Linke? Am Ende der Literatur stehen zwei Seiten mit kurzen Rezensionen und Annotationen zu aktueller Kinder- und Jugendliteratur. Von der Menge der vorgestellten Titel ein klarer Sieg für die Literaturbeilage von NEUES DEUTSCHLAND. Wer hätte das gedacht!

Anmerkung 1: Ich gestehe: In der ein oder anderen Zeitung erschien im Laufe der Messe im Feuilleton tatsächlich Kinder- und Jugendbuchkritik. Beantwortet aber die Frage, warum dann nicht auch in den Literaturbeilagen, leider gar nicht.

Anmerkung 2: Der SPIEGEL hat in der Ausgabe 43 vom 17.10.2015 eine ganze redaktionelle Seite für ein Interview mit einem Kinderbuchautor freigeschlagen. Der bekannte Schriftsteller heißt Carl-Johann Forssén Ehrlin. Über den Titel seines Buches, irgendwas mit Kaninchen, bin ich aber leider eingeschlafen …

 

Hanni & Nanni reloaded

Bildschirmfoto 2015-10-04 um 17.36.24Hanni und Nanni stecken mitten in den Wechseljahren: im August wurden sie 50. Solche runden Geburtstage lässt sich kein Verlag entgehen, um durch großartige Aktionen wie günstige Sonderausgaben oder Sammelbände mal wieder den Verkauf der staubigen Backlist anzukurbeln. Doch das reicht mittlerweile nicht mehr aus. Denn wer eine der älteren Ausgaben schon hat, der braucht halt keine zweite oder dritte zum Schnäppchenpreis oder zweite und dritte in einem Band.

Einen zumindest äußerlichen Mehrwert bietet ein Schuss Illustrations-Botox zum Jubiläum. Mathias Weber kolorierte für Thienemann erst den Räuber Hotzenplotz und nun auch Die kleine Hexe von Otfried Preußler nach. Die hat übrigens auch eine eigene Facebook-Seite, denn die „kleine Hexe, die erst einhundertsiebenundzwanzig Jahre alt (war), und das ist für eine Hexe ja noch gar kein Alter“, ist solch neumodischem Firlefanz gegenüber eben sehr aufgeschlossen.

Nun waren auch der Kleinmädchentraum von Hildegard und Renate, die Zwillinge Hanni und Nanni, beim Schönheitschirurgen des Schneider Verlages. Die beiden erlebten sowieso schon eine erstaunliche Transformation, als sie aus einem streng anglikanischen Internat aus dem England der 40er Jahre in ein 60er Jahre-Internat nach Deutschland umgesiedelt wurden. Ganze Kapitel verschwanden, und ganz neumodisch als Vermarktungsschiene erfolgreicher Character wurde die Serie in den 70er Jahren bei uns von unterschiedlichen Autorinnen fortgesetzt.

Pünktlich zum Feierjahr entstiegen die Zwillinge nun einem illustratorischen Jungbrunnen. Eleni Livanios hat die früher Kleider tragenden und ihre Mähne mit einem Haarband bändigenden Mädchen illustratorisch refresht, Eva Schöffmann-Davidov die Reihengestaltung beigesteuert. Recht dezent und damit einen Hauch nostalgisch. Es fällt auch auf, dass die Mädels gefühlt mindestens 1,80 Meter groß sein müssen, bei einem Gewicht von maximal 40 Kilo. Was auch an den extrem langen und schmalen Hälsen liegen kann.

Das war noch nicht alles. Auch textlich wurde aufgehübscht. „Hochmütig“ ist niemand mehr, nur noch arrogant. Mutter und Vater wurden gestrichen, dafür menscheln jetzt Mama und Papa durch den Text. Und das Müttergenesungswerk wurde als nicht mehr zeitgemäß gestrichen. Schade, wo es das Müttergenesungswerk doch weiterhin und ungebrochen gibt. Ob das alles reicht? Um die Texte aus ihrer Verstaubtheit in die Welt der Hanni und Nanni-Verfilmungen zu überführen? Sollte man das mit literarischen Texten überhaupt tun?

Ich warte noch drauf, dass der Karl-May-Verlag zum 125-jährigen Erscheinen von Winnetou 1 eine leicht aktualisierte Fassung auf den Markt bringt. Illustriert von Blexbolex. Mit dem Native American Winnetou. Der nicht mehr reitet, sondern einen SUV mit Hybridantrieb fährt. Den ein oder anderen Bison am Veggie Day ungeschoren davonkommen lässt. Statt zu schießen gewaltfrei diskutiert. Und mit Old Shatterhand integrative Projekte in erlebnispädagogischen Waldkindergärten betreut. Howgh!

Ab jetzt alles im Blogsatz

blog_iconImmer wieder mal flammen kurze Debatten über das Verhältnis von Bücherbloggern und Literaturkritikern auf. Die Bloggerin Caterina Kirsten brachte ihre Gedanken mit der Überschrift „Literaturblogger wollen gar keine Kritiker sein“ im Mai 2015 im Börsenblatt auf den Punkt, um gleichzeitig ulbrichthaft zu beteuern: Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten. An der sich in der Folge aber dennoch beide Seiten mit Hammer und Meisel abarbeiteten. Die Blogger wollten sich nicht vorwerfen lassen, sie seien inkompetente Laienkritiker, die bloß öffentlich über ihre Lektüreerfahrungen schwätzen möchten. Und die eh gern etwas jämmerlich klingende Literaturkritik beklagte, sie sei ja gar nicht technikfern und bloginkompatibel.

Bekanntlich lümmelt die Wahrheit ja gerne in der Mitte herum. Aber ein paar Sätze seinen dazu trotzdem angemerkt. Der Blog „Lesen mit links“ erwähnt, dass Thierry Chervel vom „Perlentaucher“ in einem Deutschlandradio-Interview folgendes gesagt hat: „Im Jahr 2001 habe der Perlentaucher noch 4330 Kritiken auswerten können, im Jahr 2013 dagegen nur noch 2200.“ Hoppla. Das liegt nun nicht daran, dass seither weniger Bücher erschienen sind, sondern am fehlenden Anzeigenerlös im Feuilleton. Denn die Rechnung ist einfach: Weniger Anzeigen bedeutet weniger redaktioneller Raum bedeutet weniger Literaturkritik.

Denn auch das Werbe- bzw. Mediabudget der Verlage ist im gleichen Zeitraum nicht geschrumpft. Es hat sich nur verlagert. Das Vermarktungsdeutsch in den Vorschauen listet ja akkurat auf, wo und auf welchen Medienkanälen die jeweiligen Spitzentitel beworben werden. Da gehören Lese-Communities wie lovelybooks genauso dazu wie Booktrailer auf YouTube oder Social Media-Kampagnen mit Millionen von erträumten Kontakten. Oder eben Blogger-Relations in allen Spielformen. Nur eines darf man dabei nicht vergessen: Auch jedes Rezensionsexemplar für einen Blogger ist rechnerisch eine Marketingausgabe.

Das sagt auch Karla Paul, Aushänge-Digital-Büchernerdin und Leiterin des digitalen Buchgeschäfts bei der Edel AG, in einem aktuellen Interview: „Die Verlage richten sich nach den erfolgreichsten Multiplikatoren und das sind inzwischen Blogger, Booktuber sowie private Leser mit entsprechend beliebten Accounts.“ Da sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn sich diese Nähe nicht auch subtil steuern ließe. Und Buchblogger so unabhängig über Bücher reden wie Sami Slimani und Bibi von BibisBeautyPalace über Kosmetikprodukte und Y-Titty über Samsung-Handys.

Eine Nähe, die im Kinder- und Jugendbuch vielleicht noch ausgeprägter ist. Bei frechen Mädchenbüchern werden gerne auf lizzynet Romane vorab gelesen oder Coverentwürfe zur Abstimmung gestellt. Leserpartizipation heißt das Zauberwort. Wer hier im Netz auf die Suche nach Kinder- und Jugendliteraturkritik geht, die ihren Namen auch verdient, der wird tatsächlich mit einer weiteren Aussage von Karla Paul konfrontiert: „Wenn ein Leser nach einem bestimmten Buch sucht und die Zeitungsinhalte sind oft online nicht auffindbar oder aber hinter einer Paywall versteckt, wenn viele Kulturredakteure nicht in den sozialen Netzwerken aktiv sind und ihre Abneigung vor dem Netz nur noch betonen – ist hier die Krise hausgemacht.“

Wenn das mal nicht mit der Nase drauf gestoßen ist, liebe Literaturkritik.

Die beißen nicht, die wollen doch nur lesen

warrior catsDer Verlag Beltz & Gelberg hat eine großangelegte Verkaufsförderungsaktion gestartet.  Na und? Er verschenkt 50.000 Exemplare. Oh, das ist aber eine Menge. Vom ersten Band der Warrior Cats. Häh? An Lehrer. Ach, das ist sicher nachhaltig gedacht, aber warum gleich so viele? Als Klassensatz über den Lehrerclub der Stiftung Lesen, samt Materialien für den Unterricht. Ah, verstehe. Habe ich das richtig gehört, über die Stiftung Lesen? Wie kommen die denn dazu? Ist das nicht grob wettbewerbsverzerrend? Und verursacht irgendwie ein ungutes Gefühl? Nicht nur bei den 64 Autorinnen und Autoren, die einen offenen Brief an Beltz & Gelberg geschrieben haben?

Bleiben wir zur Abwechslung doch mal bei der Stiftung Lesen. Nur mal zur Erinnerung: Heinz-Peter Meidinger, Chef des Deutschen Philologenverbands (DPhV), hatte öffentlich „zur Arbeit der Stiftung erklärt: „Es wird hier zu stark auf Kooperationen mit einzelnen Firmen und Industrieunternehmen gesetzt, die sich selber auch stark in den Vordergrund schieben.“ Meidinger dringt auf „Korrekturen“ bei den Arbeitsmaterialien: Mit diesen werde das Vertrauen ausgenutzt, das die Lehrer in die Stiftung Lesen haben.“ So stand es im Mai 2011 in der überregionalen Presse wie der Süddeutschen Zeitung. Auslöser waren von der Stiftung Lesen in ihrem Lehrerclub angebotene Unterrichtsmaterialien, die die Vorzüge der Bahn erklärten und Kinderkonten bei der Mainzer Volksbank empfahlen – und natürlich deren Magazin „Primax“.

Auch wenn dieser Vorwurf damals ohne Konsequenzen blieb, er hat Kratzer im glänzenden Lack der Stiftung Lesen hinterlassen. Und den Eindruck, dass man dort für Geld so ziemlich alles tut, sogar Schleichwerbung zulassen. Klar, die Stiftung ist auf Förderer und Stifter angewiesen. Und da gibt es schon die erste Überschneidung: Im Stifterrat sitzt, neben großen anderen Kinder- und Jugendbuchverlagen, auch Beltz & Gelberg. Ja schau einer an.

Aus der Irritation von 2011 haben offenbar beide Partner gelernt und einen Weg gefunden, diese Klippe zu umschiffen. Deshalb heißt es in der Pressemitteilung von Beltz & Gelberg: „Zusätzlich zu den Büchern bieten die Kooperationspartner deshalb Materialien für den Unterricht. Die Stiftung Lesen stellt im Lehrerclub allgemein Impulsmaterial für die Lesemotivation mit Fantasy-Literatur zur Verfügung, bei Beltz gibt es darüber hinaus Materialien für den Unterricht, die speziell auf die Katzenserie ausgerichtet ist.“ Noch mal im Klartext: Ich darf als Lehrer einen Klassensatz Warrior Cats umsonst bestellen und bekomme entweder a) die Lehrerhandreichung gratis dazu– als Download bei Beltz, wenn ich mich dort registriere oder b) was Allgemeines von der Stiftung Lesen zu Fantasy-Büchern, die ich gar nicht kenne. Wie der Lehrer sich hier wohl entscheiden wird? Na? Und schon wird der Neu-Lehrer in der Beltz-Datenbank regelmäßig über die neuesten Beltz & Gelberg-Titel und die dazugehörigen Handreichungen informiert.

Auf die Kritik der Autorinnen und Autoren haben inzwischen Verlag und Stiftung Lesen reagiert. Leseförderung so viel wie möglich sei wichtig, sagt Beltz. Und die Stiftung Lesen erklärt folgendes: „Bei diesem Angebot handelte es sich nicht um eine reine Buchschenk-Aktion: Zusätzlich stellte die Stiftung Lesen eigens entwickeltes kostenloses Impulsmaterial (…) zur Verfügung.“ Das kenne ich als Beigabe eines Glases oder Flaschenöffners beim Kauf einer Kiste Bier. Damit ich genau diese Marke kaufe. Was wollte die Stiftung Lesen mir damit noch mal sagen?

Die Stiftung Lesen hat noch ein weiteres Super-Argument im Köcher: „Die Realität sieht jedoch so aus, dass die Anschaffung von aktuellen Titeln in Klassensatzstärke ein Problem für viele Schulen darstellt.“ Weil das Geld fehlt. Und dann kommen die Robin Hoods der Stiftung Lesen mit Leseförderungsprojekten wie diesem und helfen. Wie ehrenhaft! Aber woher kommt eigentlich das Geld dafür? Zu über 50 Prozent von denen, die die Schulen nicht mit den nötigen Finanzmitteln ausstatten, um dort direkt Lektüre anzuschaffen oder eine Schulbibliothek zu unterhalten. Und die auch für die Finanzierung von öffentlichen Bibliotheken verantwortlich sind: im Jahresbericht 2013 sind 55 Prozent der Einnahmen der Stiftung Lesen Zuwendungen der öffentlichen Hand. Dieser Bereich ist der am stärksten gestiegene in den vergangenen Jahren, von 891.000 Euro im Jahr 2009 auf 4, 589 Mio. Euro.

Mir sträuben sich jedenfalls die Nackenhaare bei dieser Aktion.

A Bug’s Life

käferStellen wir uns mal Folgendes vor: Eine junge Frau arbeitet nach ihrem Germanistikstudium mit dem Schwerpunkt Weimarer Klassik seit Jahren als verantwortliche Online-Redakteurin beim Staatstheater in Darmstadt und macht das auch sehr gut. Darüber berichtet sie gerne auf Konferenzen und in Workshops. Zudem hat sie ein etwas außergewöhnliches Hobby, sie liebt und sammelt Muscheln. Und sie schreibt so nebenbei. Einen Blog über Muscheln. Und ein Kinderbuch über ein Mädchen und eine Muschel mit Namen Bunti. Die mit der Muschel zusammen ihre verschwundene Mutter sucht. Ausgelegt auf drei Bände.

Würde eine Agentin oder ein Agent dieses Manuskript auf dem deutschen Kinderbuchmarkt anbieten, es wäre sicherlich kein Selbstläufer und harte Arbeit, dafür einen Abnehmer zu finden.

In England ist das anders. Da gilt Barry Cunningham, der Verleger von Chicken House, als eine Art Midas, seit er als damaliger Kinderbuchchef von Bloomsbury J. K. Rowling unter Vertrag nahm. Und der hat ein ähnliches Buchprojekt angenommen und freut sich mit der Agentin, damit einen vermeintlichen Welterfolg gelandet zu haben. Ein erstes Anzeichen: Das englische Buchhandelsmagazin Bookseller erschien vor der Kinderbuchmesse in Bologna mit einem Kinderbuchspezial – und auf dem Titel: Das Cover von M.G. Leonards Kinderbuch „Beetle Boy“. Ein Kinderbuchdebüt einer jungen Autorin, von Beruf Senior Digital Media Producer am National Theater. Hat englische Literatur studiert und einen Abschluss in Shakespeare Studies. Und eine Schwäche für Käfer. Ach ja, nur so nebenbei: Das Buch erscheint am 3. März 2016.

Worum es geht? Um eine nebulöse Story über einen Jungen mit Namen Darkus, dessen Vater verschwindet und der nun mit Hilfe eines Riesenkäfers namens Dexter das Geheimnis dahinter aufklären soll. Dazu gibt es nette Fotos einer mit bunten Fingernägeln und einem Hirschkäfer auf den Händen posierenden Autorin. Das reicht, um weltweit Lizenzen zu verkaufen. Unter anderem nach Deutschland, zu Chicken House.

Was einem das sagen soll? So einiges. Der Trend in heimischen Kinder-und Jugendbuchverlagen ist noch immer ungebrochen, lieber fertige Manuskripte samt vager Erfolgsversprechen (fast ein Jahr im voraus!) einzukaufen anstatt mit heimischen Autorinnen und Autoren zu arbeiten. Die Selbstvermarktung einer Autorin oder eines Autors wird immer wichtiger. Da darf es natürlich auch eine hinreißende Kombination aus erzählerischem Sujet und persönlichem Enthusiasmus geben. Schadet auf keinen Fall.

Und in welchem Land sonst sollte eine Geschichte mit Käfern auf so fruchtbaren Boden fallen? Denn zwischen der Hochkultur von Franz Kafkas „Die Verwandlung“ und dem millionenfach gebauten VW Käfers ist sicher Platz für eine „Krieg der Käfer“-Trilogie. Wir erinnern uns: Die letzten Käfer wurden ja auch nicht mehr hier, sondern in Mexiko gebaut.

YouTube für Erstleser

Bildschirmfoto 2015-05-03 um 19.33.46Erfolgreiche YouTuber, die mit ihren Kanälen Abonnentenzahlen im sechs- oder siebenstelligen Bereich erzielen, gibt es einige. Das weckt Begehrlichkeiten. Agenturen wie Mediakraft vermarkten ihre Klienten gezielt an werbetreibende Unternehmen oder als Testimonials. Zum Beispiel wirbt LeFloid in einer großangelegten Kampagne für die Techniker Krankenkasse. Oder Sami Slimani für Google. Aber lässt sich auch für Buchverlage Gewinn aus deren Bekanntheit gerade in jungen Zielgruppen ziehen? Na klar! Wer es nicht wusste: Y-Titty haben schon 2012 ihr erstes Buch mit dem Titel „Nicht-Buch“ bei Carlsen veröffentlicht.

Besonders gut im Geschäft ist der Münchener riva-Verlag (bekannte Titel unter anderem „Leben mit einem großen Penis“, „Sei dein eigener Arzt“, „Helene Fischer“), . Der nimmt auf der nach unten offenen Niveauskala eh alles mit, was sich irgendwie zwischen Buchdeckel pressen lässt und mediale Aufmerksamkeit erregt. Und hat gleich mehrere YouTuber im Programm.

Den Anfang machte ebenfalls 2012 das Buch „Überleben unter Opfern“ von DieAussenseiter, das sind die beiden Cousins Dimitri und Sascha Kozlowski, sozusagen die Ostzonen-Lochis. Denn Namen und Aussprache klingen nicht nur russisch gefärbt, sie sind es auch. Wurst, das Programm ist das gleiche wie bei vielen anderen auch: Musikvideoparodien und Klamauk. Den man aber nur nach reichlich Wodka lustig finden kann. Ihr Buch ist ein Ratgeber für das Leben außerhalb des Webs. Blöd nur, dass die beiden außerhalb des Web nichts anderes sind als zwei langweilige Jugendliche Ende 20.

Simon Desue ist zwar erst 24 Jahre alt, hat dafür aber schon vier Bücher veröffentlicht: Ratgeber für Teenies. Für 15jährige, 16jährige, 17jährige und 18jährige. Was die Bücher mit ihm zu tun haben? „Er hat im gesamten Entstehungsprozess aktiv am Layout und der Gestaltung mitgewirkt“, sagt Tina Nollau, Pressefrau von riva. Will heißen: Können wir das eine Foto von mir mit der Grimasse auf Seite 17 nicht gegen das Bild mit Der Grimasse von Seite 45 tauschen? Ich finde, das passt besser. Oder so ähnlich. Wichtig ist nur, dass sein Name draufsteht.

Denn zum Erfolgsrezept dieser Bücher gehört die Vermarktung auf den eigene YouTube-Kanälen. So, als wäre es eines der üblichen Videos verbirgt sich dahinter eine Art Werbespot mit den vertrauten Mitteln der wackeligen Selfie-Look-Kamera und punkt- und kommafreiem Gequassel über Beweggründe und Inhalte, wenn es denn welche gibt.

Alberto Trovato, der „beatboxende Pastorensohn“ hat zumindest nicht ausgeschlachtet, was er ansonsten in seinen Videos verwurstet. Seine Idee: Er erzählt „Die Wahrheit über Alberto Trovato“. Klar, der Mann hat Anspruch. Und versichert mehrmals, dass sein Buch den Lesern absoluten Nährwert gibt. Und es sind „krasse Sachen drin, mit denen ihr nicht gerechnet habt.“ Ja Mensch! Das ist insofern überraschend, als er in seiner YouTube-Videoreihe „Hey Al!“ sowieso schon Fragen seiner Zuschauer beantwortet – er ist aktuell bei Video Nummer 71 angelangt. Was man da noch wissen will? Den Namen seines Lieblings-Tattoo-Studios vielleicht.

Und? Läuft bei riva? Ein paar amazon-Rezensionen von Fans, ein kurzer Ausflug in die Top 100, und dann waren die Bücher auch schon wieder weg. Braucht also jeder Verlag YouTuber-Bücher? Nein. Von daher viel Spaß mit dem Slimani-Prinzip, liebe Edel AG!

Heidiwitzka!

heidi_bildKlassiker sind anscheinend unkaputtbar. Ob Wickie oder Biene Maja, Hanni & Nanni oder der kleine Nick, sie alle werden in regelmäßigen Abständen einer technischen Auffrischung unterzogen, um ins Kino einzuziehen oder als Fernsehserie weltmarkttauglich zu werden. Das neueste Werk stammt aus der flämischen Animationsschmiede Studio 100 Media GmbH: Heidi. Wie zuvor schon die kleine, freche, schlaue Biene Maja wurde auch das Alpenmädchen Heidi durch die 3-D-Mangel gedreht und digital zum Leben erweckt. So weit, so wenig überraschend. Auch nicht, dass sich inhaltlich und in der Figurenausgestaltung bis hin zum Haarschnitt und den Klamotten im Vergleich zur japanischen Anime-Serie von 1974 so gut wie nichts geändert hat.

Die mit dieser Serie aufgewachsene Kindergeneration stellt jetzt die Elternschaft der aktuellen Heidi-Zuschauer. Und die muss sich mit den marktkonformen Änderungen abfinden, so schwer das manchen fällt. Sie hat Gitti und Erika im Ohr, und nun singt Andreas Gabalier, gleichzeitig Heidi-Starbotschafter, was immer das ist, den Titelsong. Immerhin besser als Frei.Wild. Und am Kiosk geht es munter weiter, denn seit 23. April liegt dort das offizielle Heidi-Magazin für Kinder aus.

Auch das allein verwundert noch nicht. Immerhin spülte die erste Heidi-Welle rund 100 Merchandising-Artikel, von der Bettwäsche bis zum Geschirr, in die deutschen Kinderzimmer.  Ein Comic-Magazin gab es von 1977 bis 1981 auch, herausgegeben im Bastei-Verlag, dazu noch acht Taschenbücher.

Dieses rund vier Jahre andauernde Geschäft hofft nun Pabel-Moewig zu wiederholen, „mit einem komplett eigenständigen Zeitschriftenkonzept auf Basis der Originalgeschichte von Johanna Spyri“. Behauptet zumindest der Verlagsleiter Frauen- und Kinderzeitschriften, Holger Hinsch, der auch Magazine wie Bussy Bär, Bummi und Lissy Magic Pony verantwortet. Aber wie soll das gehen? Als eine Art Alpenlandlust-Magazin für Kinder? Mit Geschichten aus dem späten 19. Jahrhundert, in dem die-Original-Heidi spielt? Als herzensgute Geschichts-Lehrstunde mit schrulligen Figuren? Seltsame Idee, und doch nah dran.

Denn neben der abgeschlossenen Geschichte aus Heidis Welt legt die Chefredakteurin Susanne Steinauer und ihr Team besonderes Augenmerk auf Kreatives zum Selbermachen: Blumenkranzbinden zum Beispiel. Oder Flechtfrisuren – bei Heidi selbst leider nur schwer möglich. Oder Erdbeermarmelade selber kochen. Will heißen: Es geht „im Heidi-Magazin um Natürlichkeit, Authentizität und Freundschaft.“ wieder in Worte gefasst von Holger Hinsch. Der darin eine neue Nische im weit gefächerten Kinderzeitschriftensegment besetzt sieht. Als würden alle anderen Magazine auf Künstlichkeit und Feinschaft setzen.

Das Ganze ist Pabel-Moewig eine Million Euro Bruttomedia-Werbevolumen wert. Klingt viel, ist aber nur ein errechneter Wert aus Gegengeschäften, Eigenanzeigen sowie einem Werbespot. Trotzdem: Viel Aufwand für ein kurzlebiges Lizenzgeschäft. Und ich wette: Vier Jahre wird Heidi diesmal nicht durchhalten. Jedenfalls nicht im Zeitschriftenregal.

Der Preis ist heiß

TolinoDie vielen kleinen Scharmützel rund ums E-Book haben sich ein wenig beruhigt, trotz vieler ungeklärter und unguter Punkte. Immerhin hat sich neben dem bösen Kindle von Amazon die Tolino-Allianz mit einem vergleichbaren Angebot etabliert. Dafür ist der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für E-Books abgeschmettert, obwohl sich sogar die Bundesregierung dafür aussprach: Mit EU-Gesetzen nicht konform. E-Book-Leihe in den öffentlichen Bibliotheken funktioniert nur halbwegs, weil viele Verlage diese Form grundsätzlich ablehnen oder überteuerte Leihlizenzen in Rechnung stellen. Und dann die Frage danach, wie ein E-Book überhaupt rein rechtlich zu beurteilen ist. Das aktuelle Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts (OLG) stärkt dem Börsenverein als Anwalt von Buchhandel und Verlagen den Rücken. E-Books dürfen nicht weiterverkauft werden. Wie auch. Der Download eines E-Books überträgt nur ein Nutzungsrecht und ist kein dinglicher Erwerb. Das schützt den Primärmarkt vor einem unkontrollierbaren Gebrauchtmarkt, sagt Börsenvereins-Justiziar Christian Sprang hocherfreut.

Mag ja sein. Aber umso unerklärlicher, warum der Preis für ein E-Books weiterhin so heiß bleibt und nah am gedruckten Buch liegt. Obwohl immer weniger Leistung dafür geboten wird. Ich bleibe dabei: Noch niemand hat mir wirklich glaubhaft erklären können, warum die Preisdifferenz zwischen gedruckter und digitaler Form so niedrig ist. Wie die Aufstellung der aktuellen Top-5 der Jugendbücher, laut Erhebung von Dein Spiegel, beweist:
1    Jeff Kinney: Böse Falle! Gregs Tagebuch 9. (Baumhaus) HC 13,99 € eBook 10,99 €
2    Cornelia Funcke: Reckless. Das goldene Garn (Dressler) HC 19,99 € eBook 15,99 €
3    Kiera Cass: Selection. Der Erwählte (FJB) HC 16,99 € eBook 14,99 €
4    Cassandra Clare: Chroniken der Unterwelt. City of Heavenly Fire (Arena) HC 24,99 €     eBook 19,99 €
5    Lea Schmidbauer; Kristina M. Henn: Ostwind. Rückkehr nach Kaltenbach (cbj) HC     9,99 € eBook 8,99 €

Verlage erklären diese Nähe wie folgt: „Die Ersparnis durch Wegfall der physischen Herstellung und Distribution wird aber durch andere Kostenfaktoren wieder aufgezehrt, so die Verlagsrechnung: vor allem durch höhere Autorenhonorare (bis zu 25 Prozent vom Nettoerlös), aber auch durch zusätzliche Kosten, die beim Online-Marketing entstehen, um die „Sichtbarkeit“ der E-Books zu erhöhen. Hinzu kommen zusätzliche Personalkosten, die vielfach noch nicht durch E-Book-Umsätze eingespielt werden.“ hieß es am 25.06.2014 in einem Börsenblatt-Artikel zum Thema E-Book-Preiskalkulation.

Es bleibt wenig nachvollziehbar. Schon die Formulierung „bis zu 25 Prozent vom Nettoerlös“ bedeutet für viele Autoren einen deutlich niedrigere Anteil. Dann die Kosten durch Online-Marketing: Da gilt der gleiche Grundsatz wie für das Marketing für gedruckte Bücher: Für wenige viel, für viele wenig. Zusätzlich ist da nichts, schließlich fallen alle anderen Marketingmaßnahmen am POS weg. Und die zusätzlichen Personalkosten sind sehr überschaubar.

Sonst würden ja auch die Preismodelle von Verlagsimprints wie Carlsen Impress – die Bücher werden für 3,99 € angeboten – oder Ullstein forever – gleicher Preis – nicht funktionieren. Oder wo wird da eigentlich eingespart?

Als wir vor dem Eingang der Kinderbuchmesse in Bologna standen, passierte etwas absolut Unglaubliches. Aber lest selbst.

Bildschirmfoto 2015-04-10 um 00.41.38Denn das ist noch längst nicht alles, was man besser nicht über die Kinderbuchmesse in Bologna sagen sollte. Nämlich dass

– bei der Kinder- und Jugendbuchmesse Kinder unter 14 Jahre keinen Zutritt haben. Weil es eine Messe für Fachbesucher sei, würden sich die Verlagsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter gestört fühlen. Sagt die Messeleitung. Und ist absolut nicht kompromissbereit. Selbst bei einer Illustratorinnenengruppe aus Osteuropa, die mit Mann und kleinen Kindern angereist ist, wird keine Ausnahme gemacht. Alles, was Kind ist und schon laufen kann, muss draußen bleiben, basta. Das sorgt für schlecht Laune, insbesondere, weil das eigene Kind nun vor den Messetoren ausharren muss und andererseits Kinder als Aussteller mit Ausweis selbstverständlich Zutritt haben. Wenn sie durch den Hintereingang eingeschleust werden.

– der Teppichboden in einigen Messehallen aus war. Und Insbesondere Frauen mit Pumps und glatten Ledersohlen auf dem spiegelnden Estrich so ihre liebe Mühe hatten.

– die Presse sich doppelt anstellen musste, weil es draußen am Ticketschalter nur eine Einlasskarte gab, die im Pressezentrum gegen einen Messeausweis umgetauscht werden musste. Sehr zum Leidwesen der Mitarbeiterinnen im Pressezentrum, die dieses Verfahren alles andere als glücklich fanden.

– es niemandem so richtig aufgefallen ist, dass der hoch geschätzte Ole Könnecke das Logo mit den drei Raben und dem Aufruf „Look!“ entwickelt hat, dass auf das Gastland Deutschland bei der Kinderbuchmesse 2016 hinweisen soll.

– die fünfstelligen Zahlen des Einverkaufs in den Buchhandel nicht automatisch auf einen ebenso großen Abverkauf schließen lassen, wie aktuelle Beispiele zeigen.

– von Agenten gehypte Titel mit exorbitant hohen Vorschüssen doch nicht immer einen dummen Käufer finden. Sondern manchmal wenige Monate später zu einem realistischen Preis angeboten werden – aber keiner so richtig einkaufen will

– der Elektronik-Schnickschnack nur in einer Messeecke stattfindet, ansonsten aber überall Bücher angeboten wurden

– Fantasy irgendwie seinen Zenit überschritten hat

– und die tollsten Titel überhaupt schon längste vor Messeeröffnung über die Ladentheke gegangen sind